Idee

30 Jahre lang stand der Name Bertold Moos für die Berichterstattung der Bruchsaler Rundschau und damit auch für die Lokalpolitik der Barockstadt. Nun lebt der Name des engagierten Journalisten in einer anderen Weise auf: In der Reihe "Bruchsaler Schlossgespräche" der Bertold-Moos-Stiftung nehmen zweimal im Jahr renommierte Vertreter aus Gesellschaft, Politik oder Kirche zu brisanten ethischen Fragen Stellung. Damit greift die Stiftung eine der Leidenschaften von Bertold Moos auf, der sich nach seinem Studium der Geschichte, Germanistik und Anglistik stets auch den Fragen "nach dem Innersten" stellte, was Staat und Gesellschaft zusammenhält.

Die neue Gesprächsreihe ist ein Kooperationsprojekt von drei Partnern: Das Roncalli-Forum, eine Bildungseinrichtung der Erzdiözese Freiburg, verantwortet die Organisation und Planung. Überdies ist die Abteilung "Staatliche Schlösser und Gärten" beteiligt, die für Erhalt und Nutzung der staatseigenen historischen Monumente zuständig ist. "Wir sind sehr froh über diese Idee, mit der wir das Bruchsaler Schloss mal in einer anderen wertigen Weise an die Öffentlichkeit bringen können", sagt Michael Hörrmann, der Chef der baden-württembergischen Schlösserverwaltung. Die Fäden für die Veranstaltungsreihe laufen wiederum bei der Bertold-Moos-Stiftung zusammen und ihrem Vorsitzenden, Roland Schäfer: "Bertold Moos hat uns damit betraut, sein hinterlassenes Vermögen im besten Sinne für Wissenschaft, Forschung und Bildung einzusetzen. Diesem Wunsch kommen Stiftungsvorstand und Stiftungsrat gerne und mit großem Engagement nach."

Die Reihe der "Bruchsaler Schlossgespräche" wurde am 10. November 2016 sozusagen vom Nachfolger des ehemaligen Schlossherrn eröffnet: Speyers Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Das war eine sehr bewusste Entscheidung, denn Bertold Moos war der Stadt Bruchsal eng verbunden, der Geschichte der Region, aber gleichzeitig eben auch der Theologie. Damit gab dieser erste Beitrag die Richtung vor, in der sich die nachfolgenden Schlossgespräche bewegen werden.

Die "Bruchsaler Schlossgespräche" bestehen aus mehreren Elementen: Zur Einstimmung empfängt Musik die Besucher im prachtvollen Treppenhaus. Im Fürstensaal steht dann der Vortrag des oder der Referenten auf dem Programm. Zentraler Bestandteil der "Schlossgespräche" ist die Begegnung im Marmorsaal. In kleinen Gesprächsrunden werden die von den prominenten Referenten aufgeworfenen Fragen diskutiert, dabei ergeben sich viele anregende und weiter führende Gedanken und inspirierende Zusammentreffen.

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